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Das dicke Ende

Presse

aus dem Oberbadischen Volksblatt vom 10.01.2006

Drei Einakter querbeet von Querfeldrhein


© Oberbadischen Volksblatt
Foto: Eva Mendel

Rheinfelden. Die Theatergruppe Querfeldrhein der VHS Rheinfelden besteht seit 2001. Sie besteht aus Teilnehmern der Theater-Workshops, die ihre Begeisterung für das Spiel auf den Brettern, die die Welt bedeuten, über den Workshop hinaus betätigen wollen.

Dies wurde in zwei erfolgreichen Abendproduktionen (Das ungleiche Paar im Jahr 2002 und Die Affäre Luspidame im Jahr 2003) vor einem begeisterten Publikum in die Tat umgesetzt. Daneben wurden Kabarett-Texte und witzige Kurzszenen für ein kleines Publikum gespielt.

Das nun präsentierte Einakter-Projekt versucht Neues: Die Aschenputtel-Story des englischen Autors Kenneth Lillington entlarvt das berühmte Märchen als faustdicke Lüge, und der arme Kriminalinspektor in Michael Greens Wer erstach den armen Henry? kann einem direkt Leid tun bei seinen Bemühungen, Licht in das Dunkel eines grausamen Mordes zu bringen.

Neu ist die abschließende Eigenproduktion Das dicke Ende nach einer Idee von Edward Albee: Am Grab eines Verstorbenen treffen sich Freunde und Verwandte und kommen ins Gespräch. Von dieser Ausgangsposition ausgehend entwickeln die Spielenden in Improvisationen Text und Handlung des Geschehens. Was dabei an Überraschendem zu Tage kommt, wird nicht verraten.

Aufführungen im Bürgersaal des Rathauses sind am Freitag, Samstag und Sonntag, 13. bis 15. Januar, sowie Samstag und Sonntag, 21. und 22. Januar. Die Aufführungen an den beiden Sonntagen beginnen um 18 Uhr, an den restlichen Tagen um 20 Uhr. Karten über die Volkshochschule, 07623 / 7 24 00 sowie an der Abendkasse. Die Plätze sind nicht nummeriert.

Jörg Bertsch


aus dem Südkurier vom 10.01.2006

Es darf nach Herzenslust gelacht werden

VHS-Theatergruppe "Querfeldrhein" setzt sich unter Regisseur Wolfgang Dreiser mit drei Einaktern im Bürgersaal in Szene

© Südkurier
Kursleiter und Regisseur Wolfgang Dreiser verspricht mit drei Einaktern den Zuschauern einen abwechslungsreichen und amüsanten Abend am 13. Januar.
Foto: Frey

Rheinfelden (ros) Es darf gelacht werden beim nächsten Theaterabend der Rheinfelder VHS-Theatergruppe "Querfeldrhein": Mit drei Einaktern versprechen die Akteure um Kursleiter und Regisseur Wolfgang Dreiser den Zuschauern einen abwechslungsreichen und amüsanten Abend. "Zwei Einakter sind sehr unterhaltsam, einer ist etwas ernster", verrät Dreiser vor der Premiere am Freitag, 13. Januar, 20 Uhr, im Rheinfelder Bürgersaal.

Die Theatergruppe "Querfeldrhein" setzt sich aus Teilnehmern des VHS-Theaterworkshops zusammen, den Wolfgang Dreiser seit einigen Jahren leitet. Die Gruppe ist auch schon mit zwei Komödien-Produktionen hervorgetreten. Die Idee zu dem Abend mit Einaktern entstand, weil Dreiser im vergangenen Jahr mit den Freilichtspielen auf Schloss Beuggen so beschäftigt war und daher mit "Querfeldrhein" kein abendfüllendes Stück einstudieren konnte. So kam er auf die Einakter, "da können wir flexibler spielen".

Fast 20 Darstellerinnen und Darsteller sind dieses Mal dabei, auch bedingt durch die unterschiedliche Besetzung der drei kurzen Stücke. Teilweise sind es Akteure, die schon von Anfang an beim Workshop mitmachen, teilweise auch neuere Teilnehmer. Bei den zwei Einaktern "Wer erstach den armen Henry" von Michael Green und "Die Aschenputtel Story" von Kenneth Lillington schlägt auch Dreisers Sinn und Vorliebe für englischen Humor durch.

In dem Krimi um den armen Henry geht es auf der Theaterbühne ganz bewusst witzig-chaotisch zu: Die Darsteller machen alles falsch, was nur falsch zu machen ist, können ihren Text nicht, tauchen zur falschen Zeit auf. Mehr sei noch nicht verraten, nur so viel: Bei den Proben hätten Zuschauer "fast unter dem Stuhl gelegen vor Lachen. Da jagt ein Gag den anderen", so Wolfgang Dreiser. Die Aschenputtel-Story des englischen Autors Kenneth Lillington rollt die bekannte Geschichte mal von anderer Warte auf: Ein Reporter kommt an den Königshof von Aschenputtel. Deren Stiefschwestern fangen den Journalisten ab und erzählen, wie es wirklich war...

Während diese beiden Stücke von Dreiser inszeniert werden, führt bei dem dritten Einakter "Das dicke Ende" Thomas Schmidt Regie. Dieses Stück wurde von Akteuren der Gruppe "Querfeldrhein" selbst aus Szenen heraus entwickelt und auf die Bühne gebracht - ein interessantes und spannendes Experiment. Die Ausgangssituation entnahm man Edward Albees "Alles ist aus", der Rest wurde weiter erdacht: Bei einer Beerdigung treffen die Witwe, der Sohn und der beste Freund des Verstorbenen aufeinander, um der Trauerrede des Pfarrers zu lauschen. Doch plötzlich kochen Emotionen hoch, zeigt die Trauergesellschaft ihr wahres Gesicht, wird der Verstorbene von der Witwe als Mistkerl und Schürzenjäger bezeichnet.

Nach der Premiere am 13. Januar, 20 Uhr, folgen weitere Aufführungen am 14., 15., 21. und 22. Januar, Samstag 20 Uhr, Sonntag 18 Uhr.

Roswitha Frey