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Das dicke Ende

Das dicke Ende

basierend auf einer Idee aus "Alles ist aus" von Edward Albee entwickelt von der Guppe

Mit "Das dicke Ende" versucht unsere Theatergruppe neue Wege zu gehen. Wir hatten kein passendes neues Stück gefunden und gingen deswegen das Wagnis ein, über Improvisationen Stoff für ein neues Stück zu sammeln. Lediglich die Ausgangssituation - Verwandte und Freunde treffen sich am Grab des Verstorbenen und kommen ins Gespräch - ist Edward Albee´s "Alles ist aus" entnommen. Alles andere haben wir in einem Dreivierteljahr selbst entwickelt und sind jetzt natürlich gespannt, wie unser Experiment beim Publikum ankommt.

Aus dem Stück:

Marie-Luise: Zwanzig Jahre war ich mit dem Mistkerl verheiratet, und was macht er, haut mit einem jungen Ding ab und stirbt. Das kotzt mich an.

Harald: Ich habe Karl-Gustav gesehen, ich habe seine Augen gesehen, da war grosse Liebe zu sehen.

Harald: Hier geht es nicht um Glauben, wie es wohl gewesen war. Ich spreche von Tatsachen, nicht von Behauptungen.

Pfarrer: Sie hätte sich für seine Persönlichkeit entschieden und nicht für sein Geld. Karl-Gustav war sehr beeindruckt gewesen, und auch ich kann Lola meinen Respekt nicht verwehren.

Lars: Ich bin zu spät gekommen. Aber irgend etwas sagt mir, daß meine Reise nicht umsonst war.

Pfarrer: Wir lagen uns in den Armen und vergaßen beide Raum und Zeit. Es war so eine Innigkeit in uns und zwischen uns.

Lars: Ich glaube, ich brauche jetzt Luft zum Atmen.

Marie-Luise: Die Wahrheit? Die Wahrheit? Ich höre immer nur Wahrheit.

Pfarrer: Wir sind alle schuld und unschuldig zugleich, sobald wir in Beziehung zu anderen Menschen treten. Und wir glauben, dass wir immer das Beste wollen. Wir sollten immer daran denken, dass wir uns in diesem Punkt auch irren können.